Israel in 6 Tagen

Kategorie: Amerika, Israel — von kafkaschnabel am 19. Juni 2008

Wir alle kennen Birthright, das von Michael Steinhardt initiierte Programm, dass Jugendlichen eine Reise nach Israel ermoeglicht, um ihnen das “Heilige Land” nahe zu bringen.

Fuer Amerikaner ist Birthright so etwas, was March of the Living in the 90er Jahren war. Eine Moeglichkeit, die sogenannten “unaffiliated Jews” mit Israel zu verbinden. Ein kleiner Appetitanreger, der hoffentlich Lust auf mehr macht.

Aber es gibt auch einige kritische Stimmen, manche sogar sehr unterhaltsame. Darunter die Amerikanerin Sarah Glidden, die ihre Erfahrungen in einen Comic verarbeitet.

Schaut ruhig selbst mal rein.

 
 

Das juedische Museum in Entre Rios, Argentina

Kategorie: Diaspora, Kultur, jewish life — von kafkaschnabel am 11. Juni 2008
 
 

Aljazeera berichtet ueber Israelische Helfer in Myanmar

Kategorie: Allgemein, Israel, Politik, TV — von kafkaschnabel am 5. Juni 2008

Obwohl offiziell keine auslaendische Hilfe erlaubt wird, ist eine kleine Gruppe israelischer Helfer in Myanmar, dem ehemaligen Burma. An sich schon eine faszinierende Story, aber vielleicht ebenso faszinierend, dass dieser Fernsehbericht vom arabischen Al Jazeera kommt, auch wenn mir nicht bekannt ist, ob die Reportage auch in der arabischen Version ausgestrahlt wurde.

 
 

Obama

Kategorie: Amerika, Personen, Politik — von kafkaschnabel am 28. Mai 2008

Amerikas Juden sind ueberwiegend Demokraten. Einige wenige sind Republikaner, aber das ist eher die Ausnahme. Noch seltener sind in der republikanischen Partei Afroamerikaner, aber das ist eine andere Geschichte.

Auch wenn die Demokraten noch dabei sind, den Praesidentschaftskandidaten fuer die Herbstwahlen auszuwahlen, so scheint es doch sehr danach auszusehen, dass dieser Obama heissen wird.

Und schon jetzt wird versucht, Amerikas Juden Angst vor Obama einzuhauchen. Obama sei kein Freund von Israel, wird immer wieder gesagt, und man brauche einen pro-israelischen Praesidenten wie John McCain.

Mein Freund Salomon, selbst Mexikaner und daher nicht waehlend im Herbst, schrieb vor kurzem in dieser Blog ueber das Phaenomen der unbegruendeten Angst vor Obama. Der Beitrag sorgte fuer soviel Diskussion, dass er gleich einen Beitrag in der Jerusalem Post zu dem Thema hatte. Der provokante Titel: Obama, der Zionist.

Zugegeben, die Clintons sind als gute Freunde Israels bekannt, aber wer glaubt, dass Obama wirklich eine Gefahr fuer die israelische Sicherheit ist, dem sollte besser das Wahlrecht entzogen werden.

Aber es gibt schlimmeres: Angeblich glauben 10% der Amerikaner, dass Jeanne d’Arc die Tochter von Noah ist (ja, genau, der mit der Arche). Und die duerfen ja auch waehlen. Es lebe die Demokratie.

Ganz gleich, wer nominiert wird, fuer Amerika kann es nur besser sein als mit diesem Cowboy im Amt.

 
 

Urteil im Messerstecherprozess

Kategorie: Antisemitismus, Deutschland — von kafkaschnabel am 20. Mai 2008

 Im September wurde der Frankfurter Chabadrabbiner Zalman Gurevich von einem Dreiundzwanzigjaehrigen niedergestochen. Die deutsche Presse tat sich sehr schwer mit der Charakterisierung des Mannes. Ja, er ist zwar deutscher Staatsbuerger, aber so richtig deutsch ist er ja nicht, und daher ist das auch kein Antisemitismus wie man ihn von Neonazis kennt, sondern eben der andere Antisemitismus, der von den Moslems, und daher ja auch nicht wirklich unser Problem. Die haeufigste Charakterisierung war Deutsch-Afghane.

Besser machte das die ganze Geschichte auch nicht. Und heute kam es dann zum Urteil, das auch alles andere als gut ist. Lediglich dreieinhalb Jahre. Wie man sich darueber freut sich man auf diesem Foto.

Salomon Korn von der Frankfurter Gemeinde kritisierte zu recht, dass das Urteil keine Signalwirkung hat (siehe FAZ), oder anders gesagt, die einzige Signalwirkung wird es wohl lediglich fuer Nachahmer der Tat haben, die ein aehnlich mildes Urteil erwarten koennen.

Aber man tat sich sowie so schwer mit dem Urteil, denn zu viele Komponenten sind waren im Spiel: Ein attackierter Jude, islamischer Antisemitismus etc.

Hoffen wir nur, dass dies nicht der Anfang von weiteren schlechten Nachrichten sein wird.